Energie-Kostenvergleich: Gas vs. Strom beim Camping
Gas oder Strom beim Camping: Was lohnt sich wirklich?
Steigende Energiepreise machen auch vor dem Campingplatz nicht halt. Ob Wohnmobil, Wohnwagen oder Zelt mit Stromanschluss — die Frage „Soll ich Gas oder Strom verwenden?" stellt sich bei fast jedem Gerät: Kühlschrank, Heizung, Herd und sogar beim Brötchenbacken. Doch die Antwort ist nicht so einfach, wie man denkt. Sie hängt von der Jahreszeit, dem Campingplatz-Strompreis, deiner Ausstattung und sogar von deiner Solaranlage ab.
Mit unserem Energie-Kostenvergleich findest du in wenigen Klicks heraus, ob Gas oder Strom für deine Situation die bessere Wahl ist. Der Rechner vergleicht nicht nur die reinen Kosten, sondern zeigt dir auch den CO₂-Fußabdruck, saisonale Unterschiede und konkrete Anwendungsfälle — von „Was kostet eine Tasse Kaffee?" bis „Wie teuer ist eine Nacht Heizen?".
So funktioniert der Energie-Kostenvergleich
Wähle deine Geräte aus (z.B. Kühlschrank, Heizung, Kochfeld), stelle den Strom- und Gaspreis ein und sieh sofort, welche Energiequelle günstiger ist. Du kannst zwischen verschiedenen Szenarien wechseln — vom Wochenend-Trip im Sommer bis zur Winterwoche mit Heizung. Der Tab „Anwendungsfälle" zeigt dir außerdem, was einzelne Tätigkeiten wie Brötchen aufbacken, Pizza machen oder Kaffee kochen mit verschiedenen Geräten kosten.
Gas vs. Strom: Die wichtigsten Unterschiede
Gas und Strom haben beim Camping grundlegend verschiedene Eigenschaften. Gas (Propan/Butan) hat einen Heizwert von 12,87 kWh pro Kilogramm und wird aus Flaschen (5, 11 oder 33 kg) entnommen. Die Effizienz liegt bei Gasgeräten typischerweise zwischen 40% und 60% — ein großer Teil der Energie geht als Abwärme verloren. Der Vorteil: Gas funktioniert völlig unabhängig vom Stromnetz.
Strom auf dem Campingplatz ist dagegen hocheffizient — Induktionskochfelder erreichen 85-95% Effizienz, Kompressor-Kühlschränke kühlen bei gleichem Energieeinsatz besser als Gas-Absorber. Der Nachteil: Campingplatz-Strom ist mit 0,60 bis 1,00 €/kWh deutlich teurer als Haushaltsstrom (0,35 €/kWh).
Was kostet Strom auf dem Campingplatz?
Die Strompreise auf Campingplätzen variieren stark. In Deutschland und Österreich zahlst du durchschnittlich 0,75 bis 0,85 €/kWh — das ist mehr als doppelt so viel wie zuhause. In Skandinavien kann der Preis auf über 1,00 €/kWh steigen. Viele Plätze bieten alternativ eine Strompauschale von 3 bis 5 € pro Tag an — das lohnt sich, wenn du mehr als 4-5 kWh am Tag verbrauchst.
Tipp: Frage bei der Buchung immer nach dem Strompreis. Manche Plätze in Süd- und Osteuropa sind deutlich günstiger (0,40-0,60 €/kWh).
Was kostet Gas beim Camping?
Eine 11-kg-Gasflasche kostet in Deutschland etwa 25-30 € (plus einmalig 25-50 € Pfand). Das entspricht einem Kilopreis von rund 2,50 €/kg. In anderen Ländern sind die Preise teils deutlich höher: In Frankreich zahlst du ~3,20 €/kg, in Skandinavien bis zu 4,00 €/kg. Beachte auch, dass deutsche Gasflaschen in manchen Ländern nicht getauscht werden können — informiere dich vorab über Adapter oder internationale Tauschsysteme (z.B. blaue Campingaz-Flaschen).
Wann ist Gas günstiger, wann Strom?
Die Faustregel lautet: Gas zum Heizen und Kochen, Strom zum Kühlen. Im Detail:
- Heizung: Gas ist fast immer günstiger. Eine Nacht Heizen mit Gas kostet 1-3 €, mit Strom auf dem Campingplatz 3-8 €.
- Kochen: Gas ist leicht günstiger, trotz niedrigerer Effizienz. Der hohe Campingplatz-Strompreis macht den Effizienzvorteil von Induktion zunichte.
- Kühlung: Strom (Kompressor) ist effizienter und kühlt besser. Gas-Kühlschränke haben bei Hitze Probleme.
- Mit Solaranlage: Strom gewinnt fast immer, weil die Sonne kostenlos Energie liefert.
Im Winter verschiebt sich das Verhältnis stark zugunsten von Gas: Der Heizenergiebedarf steigt auf das 2,5-fache, und Strom ist für Heizung extrem teuer. Im Sommer mit Solaranlage kann Strom dagegen die günstigere Wahl sein.
Tipps zum Energiesparen beim Camping
Unabhängig davon, ob du Gas oder Strom verwendest — mit diesen Tipps sparst du bares Geld:
- Deckel auf den Topf: Spart bis zu 30% Energie beim Kochen — gilt für Gas und Strom gleichermaßen.
- Kühlbox vorher zuhause kühlen: Strom- oder Gas-Kühlschränke müssen weniger arbeiten, wenn die Lebensmittel schon kalt sind.
- LED-Beleuchtung: Verbraucht 80% weniger als herkömmliche Glühbirnen.
- Fenster-Isoliermatten: Reduzieren den Heizenergiebedarf um bis zu 40%.
- Gasregler mit Manometer: Zeigt den Füllstand an — keine Überraschung, wenn die Flasche leer ist.
- Induktion statt Ceranfeld: Falls du Strom nutzt, ist Induktion 20% effizienter als Ceranfeld.
- Stromhungrige Geräte tagsüber nutzen: Besonders mit Solaranlage — Laden und Kochen in die Sonnenstunden legen.
Das hängt von der Nutzung ab. Zum Kochen und Heizen ist Gas in der Regel günstiger — eine Nacht Heizen kostet mit Gas 1-3 €, mit Strom auf dem Campingplatz 3-8 €. Zum Kühlen ist dagegen Strom (Kompressor-Kühlschrank) effizienter und oft günstiger. Mit einer Solaranlage gewinnt Strom in fast allen Kategorien, weil die Sonne kostenlos Energie liefert.